Chiropraktik


Was ist die Chiropraktik ?

Der Begriff "Chiropraktik" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "mit der Hand tun". Dies beschreibt auch gleich die wichtigste Tätigkeit des Chiropraktikers: Die chiropraktische Behandlung von Gelenken, vor allem im Wirbelsäulenbereich, und der Muskulatur. Dabei werden spezielle Handgrifftechniken eingesetzt.


Manuelle Behanldungen der Wirbelsäule kannten schon die Menschen im alten Ägypten und im antiken Griechenland.
Die moderne Chiropraktik geht zurück auf den Kanadier Daniel David Palmer (1848-1913):
Er entwickelte eine spezielle Grifftechnik, um verschobene Wirbel und Gelenke wieder in ihre ursprüngliche Lage zu bringen.

Im Deutschland der Gegenwart darf die Chiropraktik nur von Heilpraktikern und Ärzten mit Zusatzausbildung (Chirotherapie) ausgeübt werden.


Die Chiropraktik dient zur Behandlung von Gelenkbeschwerden, z.B. bei Rückenschmerzen.

Schmerzen im Bereich des Rückens entstehen meist durch verschobene Wirbel oder verkrampfte Muskeln, welche die Beweglichkeit der Wirbelsäule einschränken. Schuld daran sind oft Haltungsfehler oder falsche Bewegungsabläufe. Aber auch Schwellungen des Weichteilgewebes können ein gestörtes Gelenkspiel nach sich ziehen.
Chiropraktiker versuchen, solche Gelenkblockierungen durch spezielle Handgriffe wieder zu lösen.
Bei manchen Patienten kann dies - neben den Rückenschmerzen - noch weitere Beschwerden vertreiben: Verschobene Wirbel drücken manchmal auf Nerven oder klemmen diese sogar.
Dies kann zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindelgefühle oder Sehstörungen auslösen.

Neben der Behandlung von Schmerzen im Rückenbereich kann die chiropraktische Methode auch einen positiven Einfluss auf schmerzhafte und eingeschränkte Funktionen im Muskel- und Sehnenbereich haben.


Wie läuft die chiropraktische Behandlung ab ?

Die Manipulationsbehandlung:
Der Begriff Manipulation bezeichnet eine wichtige Behandlungstechnik des Chiropraktikers. Dabei bewegt der Chiropraktiker mit seinen Händen vorsichtig die Flächen der Gelenke zueinander, sodass die Gelenke nach der Entlastung wieder spontan in die richtige Position rutschen können. Die Manipulationsbehandlung kann von einem hörbaren Knacken begleitet werden. Es entsteht, wenn kleine Gasbläschen, die sich durch den Impuls am Gelenk in der Gelenksflüssigkeit gebildet haben, wieder in sich zusammenfallen. Das Knacken ist vollkommen harmlos.

Die Behandlung von Weichteilen wie Muskeln oder Sehnen: Dies geschieht durch verschiedene Arten von Massagen und gezielten Dehnungen.

Vorbeugung von Beschwerden: Nach erfolgreicher Behandlung von Beschwerden ist es wichtig, neuen Beschwerden vorzubeugen. Dabei helfen individuelle Übungen. Ein Gespräch zwischen Chiropraktiker und Patient über die täglichen Belastungen, denen der Körper ausgesetzt wird, ist deswegen von großer Bedeutung. Mitunter wird der Chiropraktiker auch eine Änderung der Lebensgewohnheiten empfehlen. So kann es sich als sinnvoll erweisen, in der Freizeit eine spezielle Sportart auszuüben oder an einem speziellen Training über erleichternde und schonende Körperhaltungen am Arbeitsplatz teilzunehmen.